Gichtgasrückführung
Das Hochofenverfahren mit Gichtgasrückführung beruht auf einer Separation der Abgase des Hochofenprozesses. Dabei werden die nutzbaren Bestandteile in den Hochofen zurückgeführt und als Reduktionsmittel verwendet. Auf diese Weise würde im Hochofen weniger Koks benötigt. Darüber hinaus ermöglicht das Verfahren die Beseitigung von unverwünschtem Stickstoff (N2) durch Zuführung von Sauerstoff (O2) statt vorerhitzter Luft. Hierdurch wird die Kohlendioxid (CO2)-Abscheidung und –Lagerung (CCS) vereinfacht.
Für Testreihen zu diesem Verfahren wurde neben dem Forschungshochofen von LKAB in Luleå (Schweden) eine Gas-Separationsanlage errichtet. Der Forschungshochofen wurde für die Verwendung von reinem Sauerstoff (O2) und zur Rückführung von Kohlenmonoxid (CO)-Gas ausgerüstet. Die Verbindung aus umgebautem Hochofen und Separationsanlage wurde 2007 erfolgreich getestet.
Nächste Schritte
Derzeit werden vorbereitende Planungen durchgeführt, um das Hochofenverfahren mit Gichtgasrückführung im industriellem Maßstab zu testen. Die Tests sollen in der nächsten Phase des Projekts stattfinden. Für die Erprobung werden Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Euro veranschlagt.

